Japan Tag 11 Tagesausflug nach Nara
Heute geht es für uns nach Nara. Auch Nara war einst Hauptstadt Japans und zählt, ebenso wie Kyoto, zu einem Hotspot der japanischen Religionen, dem Buddhismus und Shinto. Nara liegt zwischen Osaka und Kyoto und ist in etwa einer Stunde mit einem Zug von Kyoto aus zu erreichen. Ich muss nicht erwähnen, dass wir auch hier wieder auf die Minute pünktlich den Bahnhof verlassen und ebenso pünktlich ankommen werden.
Heute ist Ann-Kathrin zum Glück wieder erholt mit von der Partie. Verständlicherweise, sie will sich einen der Höhepunkte Naras nicht entgehen lassen. Die wilden Rehe, die in den Parkanlagen mitten in der Stadt leben. Hier starten wir auch unseren Tag in Nara. Wir fahren mit dem Bus in Richtung des Nara Parks, in dem sich auch der Todai-Ji Tempel befindet. Auch hier finden sich wieder Massen von Menschen, die sich in Richtung der Tempel bewegen, die Straßen/Wegesränder sind gesäumt mit unzähligen Essensständen, es herrscht Volksfeststimmung. Wieder haben wir Glück mit dem Wetter, es ist zwar kalt, aber sonnig. Überall im Park finden sich Rehe und überall finden sich Besucher, die mehr oder weniger erfolgreich versuchen diese zu füttern. Die Tiere sind an Menschen gewöhnt, es werden an vielen Ständen Kekse, bzw. so eine Art Oblaten verkauft, die dazu geeignet sind an die Rehe verfüttert zu werden. Auch wir versuchen unser Glück mehr oder weniger erfolgreich.
Todai-Ji Tempel
Der Todai-Ji Tempel ist einer der einstigen sieben großen Buddhistischen Tempel von Nara. Er wurde bereits im Jahre 738 gegründet und 752 eröffnet. Im Jahre 1709 wurde bei einer großen Sanierung/Erweiterung die große Buddha Halle in ihreren jetztigen Ausmaßen gebaut. In dieser, bis in die 90er Jahre größten hölzernen Gebäude der Welt findet sich ein riesiger, 14,98m hoher Buddha.


Nara Park
Weiter geht es für uns durch den Nara Park. Wir decken uns mit „Rehleckerlies“ ein und versuchen diese an den Mann/die Frau/die Rehe zu bringen. Man hat fast den Eindruck, dass die Tiere keine Lust mehr auf diese haben. Verständlicherweise, da von allen Seite versucht wird sie zum Fressen dieser zu verführen.




Mochi frisch aus dem „Kübel“
Auf unserem Weg in Richtung Stadt und dann auch zum Bahnhof kommen wir noch an einer weiteren „Attraktion“ in Nara vorbei: Nakatanidou. Dies ist ein Mochi Shop. Und nicht irgendeiner, sondern der mit dem angeblich schnellsten Mochi Klopfer/Schläger der Welt. Traditionell werden Mochi in reiner Handarbeit hergestellt. Sie bestehen aus gedämpftem Klebereis, der dann mit Hilfe eines Holzstößels in einem Holzbottich geschlagen wird. Nach jedem Schlag wird die Masse von einem zweiten Arbeiter von Hand gewendet. All dies geschieht in einer ordentlichen Geschwindigkeit und man wundert sich, dass der Stößel nicht doch auch mal den „Wender“ trifft. Heute ersetzen Maschinen diese Arbeit und man kann dieses Handwerk nur noch selten live verfolgen. Daher wundert es nicht, dass immer wenn hier zumindest zur Show etwas der Mochi Masse geschlagen wird, sich eine große Traube von Menschen um das Schaufenster des Geschäfts versammelt. Gefüllt werden die Mochi dann aber Maschinell und direkt auf die Hand verkauft.
Das ist mal eine Art Kaffe zuzubereiten
Nach diesem Spektakel geht es weiter Richtung Bahnhof und wir kommen nicht umher bei einem der bisher hübschesten Cafés eine Pause einzulegen. Wie so oft müssen wir auch hier anstehen, wobei wir die Zeit damit Nutzen unseren Kaffe aus einer langen Liste an Optionen zusammenzustellen. So kann man nicht nur die Zubereitungsart: Filter, Espresso, Cold-Brew etc. wählen, sondern auch die Röstung, Größe u.v.m.. Ich kann leider auch den süßen Stückchen nicht wiedersehen und wir finden uns schnell bei „Kaffee und Kuchen“ wieder. Wobei dieser Kaffee wenig mit dem zu tun hat, was wir von Bäcker/Café um die Ecke kennen. Die Bohnen werden portionsweise gemahlen und nochmals gewogen, bevor sie in den Filter kommen. Im Anschluss wird Wasser aus einem speziellen Kocher langsam darüber gegeben, Zeit und Menge werden mit einer Waage überwacht. So ist es nicht verwunderlich, dass wir einige Minuten warten und staunen, bis auch unser Kaffee fertig ist.


Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Kyoto. Es wartet eine Stunde Zugfahrt und einige Minuten Bus auf uns, bevor wir müde und geschafft ins Bett fallen.
Morgen heißt es ein letztes Mal Schinkansen fahren. Wir fahren nach Tokio.
One Comment
Pingback: