Süd-Afrika Tag 2- Namibia/Windhoek
Heute ist der 27.10.2022, unsere erste Nacht im Hostel haben wir gut überstanden, Gott sei Dank müssen wir uns hier noch keine Sorgen bezüglich einer Zeitverschiebung machen, das macht es wesentlich entspannter. Wir genießen das Frühstück im Freien, es ist einfach, aber ausreichend. Es gibt Toast, Müsli, Milch, Joghurt, Tee, Kaffee und Käse. Der Käse war bereits sehr klein geraspelt, ich erkannte ihn also am Buffet nicht als solchen und dachte mir, ich probiere etwas Neues aus, vielleicht ist es auch eine Mango klein geschnitten? Naja, ich nahm einen großen Teller und Moritz schaute mich verwundert am Tisch an, was ich mit dem ganzen Käse vorhabe, ich war verdutzt und probierte prompt. Ja, es war Käse, ganz einfacher Käse, nur eben ganz klein geraspelt. Naja, Moritz isst ja gerne Toast, der Käse fand also Verwendung.
Das Hostel bot tägliche Stadtführungen an, umsonst. Man konnte danach dem jeweiligen Guide eine beliebige Summe geben und bekam dafür Windhoek etwas nähergebracht. Eine großartige Idee, die wir direkt am 2. Tag ergriffen. Um 9 Uhr ging es zu Fuß los. Wir haben die „Christ Church“ in Windhoek besichtigt. Die Christuskirche ist eine von 1907-1910 erbaute Kirche der Windhoeker Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia. Sie gilt als Wahrziechen der Stadt. Sie ist in einem neoromanischen Stil mit Jugendstil- Einflüssen erbaut. Der Gottesdienst findet ausschließlich auf deutsch statt.
Außerdem besuchten wir das Nationalmuseum und das Parlaments Gebäude.
Durch die deutsche Kolonialzeit gibt es hier nach wie vor sehr viele deutsche Begriffe für Gebäude und Straßennamen. Im Nationalmuseum waren wir nur sehr kurz, da die Gemälde an den Wänden wirklich sehr ergreifend, extrem brutal und auch sehr theatralisch waren. Interessanterweise wirkt das Nationalmuseum von außen, wie ein Bunker. Es hat keine Fenster und wirkt eher martialisch. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass dieses Gebäude von Nordkorea geplant, finanziert und gebaut wurde. Auch die Gestaltung der Ausstellung geht auf Nordkorea zurück, was erklärt, warum diese fast schon als Propaganda gegen die deutsche Kolonialzeit wirkt.
Nach unserer Führung durch die Stadt gingen wir noch in ein Einkaufszentrum und kauften uns SIM-Karten für die Handys, außerdem schlenderten wir durch einen Supermarkt. Wir waren positiv überrascht, er war riesig, sehr aufgeräumt und es gab eine große Auswahl an eigentlich Allem, aber es war auch zu unserer Überraschung sehr teuer.
Abends gab es im Hostel noch eine Quizz-Runde, erst wollte ich nicht, aber Moritz überredete mich und der Gewinner bekam ein Getränk umsonst. Also los geht’s. Glücklicherweise gewannen wir und konnten ein kühles Cider genießen.
Es sind heute 33°C, nachts kühlt es jedoch angenehm ab.
Wir vermissen schon heute unsere Familien, dabei sind wir erst zwei Tage weg, aber es ist das Gefühl zu wissen, dass man sie jetzt so lange nicht sehen wird, was einem immer bewusster wird und traurig stimmt.
Wir fallen müde in unser Bett und freuen uns auf morgen, wir bekommen unser Auto geliefert, mit dem unser Roadtrip beginnen soll. Es wird extra aus Kapstadt hoch nach Windhoek gefahren. Da wir bekanntlich von der sehr spontanen Sorte sind, kümmerten wir uns viel zu spät um ein Auto für unsere Reise, wir wurden mit über 30 Absagen auf den harten Boden der Tatsachen geholt, dass es eine große Nachfrage gibt und wir definitiv zu spät dran sind. Mit viel Glück bekamen wir auf dem Hinflug die Zusage, für eben dieses Auto. Wir sind gespannt und freuen uns auf morgen.
Gute Nacht!
Hier geht es weiter zu Tag 3 und unserer ersten Fahrt im Geländewagen.