TeamLabs Ausstellung
Japan,  Lifestyle,  Tokio,  Travel

Letzter Tag Tokio -Tag 13

Nun ist Japan also schon fast wieder Geschichte. Es ist der letzte Tag in Tokio angebrochen. Eines kann ich vorneweg nehmen, es soll einer der Besten in Tokio werden. Aber auch hier wieder von vorne:

Als erstes soll noch etwas Kultur auf dem Programm stehen. Wir besuchen den Senso Ji Tempel. Er ist der älteste und bedeutendste buddhistische Tempel Tokios. Hier wiederholt sich das Bild, das wir in den letzten Tagen schon gewinnen können! Massen an Menschen, viele kleine Essensstände und eine heitere Stimmung. Dieser Tempel hat allerdings auch eine Art Markt dauerhaft angeschlossen. Hier finden sich neben Essen auch Souvenirs, Glücksbringer und alles, was ein Tourist brauchen könnte. Der Tempel hat eine Geschichte, die bis 645 zurück reicht, wobei auch dieser Tempel durch Feuer, Naturkatastrophen und Krieg zerstört wurde. In seiner heutigen Form stammt er aus dem Jahre 1958.

Bahnhofskneipe Teil 2?

Nach der Besichtigung des Tempels schlendern wir noch etwas durch die angrenzenden Straßen. Wir kommen in eine Straße mit vielen Kneipen, welche fast durchgehend voll besucht sind. Auch wir beschließen die knurrenden Mägen in einer dieser zu füllen. Ein Blick in die Karte verrät: Es gibt viele Kleinigkeiten. Klingt an sich nicht schlecht, so kann man sich ein bisschen durchprobieren. Wir finden zunächst einen Platz an der Theke, was mir zunächst gar nicht bewusst war: Es wird hier drinnen geraucht. Und nicht zu wenig. Also doch lieber einen Platz draußen, unter einer Markise mit Seitenwänden.

Wir bestellen einig Kleinigkeiten und etwas zu trinken. Nach ein paar Minuten kommt ein anderer Kellner (unserer sprach kein Englisch) und versuchte uns mit seinen Brocken Englisch zu erkläre, dass wir hier Alkohol trinken müssten. Man dürfe hier nicht Essen und auf Alkohol verzichten. Wir schauen uns um und stellen fest, dass tatsächlich jeder ein Bier oder vermutlich irgendein Mischgetränk vor sich hat. Na gut, dann gibt es also auch für uns ein Bier. Ob das hier so die geeignete Lokalität für uns ist? Wir setzten das auf die Liste: Kann man machen, muss man nicht wieder machen.

Verrücktes Tokio

Schnell machen wir uns auf. Sind froh über frische Luft und fragen uns wie wir den „Restaurantbesuch“ einordnen sollen. Viel Zeit bleibt nicht, denn jetzt geht es nach Akihabara. Ich glaube, ich muss schon sehr mit diesem Stadtviertel genervt haben und Ann-Kathrin hat bisher immer andere Alternativen vorgeschlagen, aber heute besuchen wir es nun mangels Alternativen (oder weil ich lange genug damit genervt habe) doch. Es wird als das Technikviertel Tokios beschrieben. Hier finden sich neben kleinen Läden, die alle auf ihre Technik spezialisiert sind (einer verkauft nur Kühlschränke, einer nur kleine Haushaltsgeräte, einer nur Kabel) bis hin zu riesigen Elektronikmärkten alles, was das Technik Herz begehrt. Außerdem finden sich wieder bunte Leuchtreklamen, Hallen voller Spielzeugautomaten u.v.m.

Natrülich kann ich nicht anders und Ann-Kathrin muss mit mir einen dieser großen Elektronikmärkte erkunden. Ich suche noch ein Schulterband für meine Kamera und eigentlich wollte ich einen AUX Adapter fürs Handy kaufen, da wir im Auto in Australien kein Bluetooth haben werden. Beim stöbern in der entsprechenden Abteilung entdecken wir aber eine JBL Go 3 die uns noch praktischer Erscheint als ein Kabel fürs Auto. Diese Entscheidung sollten wir nicht bereuen!

Wir entdecken noch einen kleinen Stand, der Grillspieße verkauft. Jeder Fleischliebhaber, dem man sagt man reist nach Japan, wird einen Fragen, ob man denn auch Wagyu gegessen hat. Bisher hat sich hierfür keine Gelegenheit ergeben, bzw. Wir haben es immer vor uns her geschoben. Nun soll es also so weit sein. Ich teste einen Wagyu bzw. Kobe Beef Spieß. Es ist natürlich klar, dass so ein Stand an der Straße mit Sicherheit nicht die beste Adresse für erstklassiges Fleisch ist, es scheint uns aber doch eine gute Möglichkeit das ganze mal zu testen, ohne Unsummen ausgeben zu müssen. Was soll ich sagen? Es ist eine Offenbarung. Wie muss das dann wohl in einem richtigen Restaurant schmecken? Ich werde es irgendwann testen müssen!

TeamLab wir kommen!

Jetzt ist es aber schon reichlich spät und das Highlight des Tages wartet auf uns. Wir haben Karten für die TeamLab Ausstellung hier in Tokio. Dies ist eine multimediale Ausstellung, die alle Sinne ansprechen soll. Wir haben schon viele Bilder gesehen und freuen uns das ganze selbst anschauen zu können.

Man kann Karten für bestimmte Timeslots buchen, an denen man eingelassen wird. Wir schaffen es gerade so noch pünktlich zu unserem Timeslot, was aber kein Problem ist, da viele weitere aus unserem Slot auch noch auf Einlass warten. Wir haben mit einem großen Ansturm gerechnet, aber nicht mit einem so großen. Vielleicht auch, weil wir so spät dran waren ging dann aber alles doch recht schnell und wir wurden eingelassen. Schnell wird klar, dass dies keine normale Ausstellung ist. Zunächst findet eine Video Einführung statt, die unter anderem darauf hinweist, dass man Schuhe und Socken ausziehen muss, die Hose mindestens bis zu den Knien hochgekrempelt sein muss und die Frauen werden darauf hingewiesen, dass es Leihosen gibt, die unter Röcke angezogen werden sollen. Das macht klar, dass hier vieles anders ist. Wir ziehen uns um, verstauen alles in einem Schließfach und machen uns auf ins Dunkle.

Die gesamte Ausstellung besteht aus mehreren Räumen, die alle ein bestimmtes Thema haben. Es findet sich ein Raum in dem man durch knietiefes Wasser spaziert, während vor einem projizierte Fische „durch“ dieses Wasser schwimmen. Im nächsten Raum besteht der Boden aus Stoff in dem sich kleine Kugeln befinden, wie man es aus Sitzsäcken kennt. Dementsprechend sinkt man ein und der Boden formt sich um die Füße. Weiter geht es in einem Raum in dem so etwas wie Lichterketten von der Decke hängen, die dann in verschiednen Mustern und Farben aufleuchten. Der nächste Raum erinnert etwas an ein Planetarium, wobei keine Sterne an die Kuppel, sondern Blumen projeziert werden. Außerdem duftet alles nach einer Blumenwiese.

Weiter geht es in einen Raum in dem riesige beleuchtete Kugeln liegen und von der Decke hängen. Diese ändern simultan die Farbe und lassen sich teilweise durch den Raum schieben. Des weiteren findet sich noch ein schwebender Garten, in dem Blumenstöcke von der Decke hängen und sich diese auf und ab bewegeben und hierdurch vor einem neue Wege eröffnen oder aber verschließen. Zu guter letzt findet sich noch ein Teil unter freiem Himmel, hier liegen beleuchtete und reflektierende „Eier“ in einem Moosbeet. Wir sind total fasziniert und verbringen deutlich mehr Zeit als gedacht in der Ausstellung. Es entstehen hunderte von Bilder, von denen ihr die Besten hier bestaunen könnt.

Abschiedsdrinks

Für die letzte Station in Tokio folgen wir einer Empfehlung und machen uns auf den Weg ins Hotel The Prince Park. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum Tokio Tower und hat im obersten Stock eine Bar/Restaurant mit einem wunderschönen Blick über die Stadt. Neben einem Caesar Salad und einer Portion Pommes runden ein paar Drinks diesen tollen Tag ab. Wir genießen die wunderschöne Aussicht und freuen uns, doch das Geld für die tolle Ausstellung und die leckeren Drinks, bei toller Kulisse investiert zu haben. Schweren Herzens machen wir uns auf den etwas längeren Rückweg in unsere Unterkunft, wo uns noch das Koffer packen erwartet.

Wie es für uns in Australien weiter geht liest du hier!

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