Japan,  Travel

Japan Tag 10 Kyoto

Heute erwarteten mich die Tempel von Kyoto. Ann-Kathrin legt einen Erholungstag ein und hütet das Hotelzimmer. Ich mache mich erstmal über das Frühstück im Hotel her. Es gibt, typisch japanisch, Reis mit einem Stück Hühnchen und etwas Krautsalat, dazu einen Tee. Das Essen ist lecker und ungewohnt für ein Frühstück.

Gestärkt mache ich mich zu Fuß auf den Weg zum Motorikyu Nijo Castle. Einer Burg, die 1679 erbaut wurde und bis 1939 in Benutzung war. Die Festungsanalge besteht aus zwei Festungswällen, beide mit Wassergraben ausgestattet. Innerhalb der Mauern findet sich ein Garten. Wie es mein Glück will, ist auch diese Burg heute für Besichtigungen geschlossen. Der Garten kann aber dennoch besichtigt werden.

Yasaka-jinja-Schrein

Weiter geht es für mich zum Yasaka-jinja-Schrein. Schon auf dem Weg hier her wird deutlich, dass es kurz nach Silvester ist und sehr viele Leute diesen Schrein besuchen wollen. Je näher ich dem Schrein komme, desto voller werden die Bürgersteige. Eine immer größer werdenden Masse an Menschen bewegt sich langsam und geordnet in Richtung des Schreins. Am Eingangstor angekommen scheint es, als sei ich auf einem Jahrmarkt angekommen. Bzw. auf einem Foodmarkt. Ein kleiner Stand mit Essen reiht sich an den nächsten. Es findet sich alles, von Süßem über frittiertes Hähnchen, gegrillte Meeresfrüchte oder Zuckerwatte. Viele dieser Stände wirken fast schon, wie von Privatpersonen betrieben. Da stehen Kühlboxen, kleine Gaskocher, behelfsmäßige Tische aus Brettern und Böcken, etc.

Aufgrund der Menschenmassen, die sich hier durch die Tempelanlage schieben, beschließe ich diesen weitestgehend auszulassen und verlasse den Park vor dem Tempel an einem Seiteneingang wieder und schlendere durch das angrenzende Viertel Gion. Gion ist unter anderem dafür bekannt, dass man hier noch vereinzelt Geishas begegnen kann. Geishas sind eine Art Unterhaltungskünstler. Sie bewahren traditionelle Künste des Tanzes und der Musik, aber es geht auch darum intellektuelle Gesellschaft und Unterhaltung zu bekommen. Zusätzlich ist Gion aber auch deshalb einen Besuch wert, da es hier viele kleine, schöne traditionelle Häuser gibt. Ich schlendere durch die teilweise kleinen Gassen und genieße die Ruhe und die gepflegten Häuser. Geishas entdecke ich heute keine.

Kennin Ji Tempel

Als nächster steht für mich der Kennin Ji Tempel auf dem Programm. Dieser ist einer der ältesten Tempel Japans und einer der Haupttempel der Rinzai Schule, einer der größten Schulen des Zen-Buddhismus. Erbaut wurde dieser im Jahre 1202 und auch er wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals durch Naturkatastrophen und Brände zerstört und immer wieder aufgebaut, bzw. restauriert.

Fushimi Inari Schrein

Weiter geht es für mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Richtung des Fushimi Inari Taisha, einem der ältesten und bekanntesten Shinto Schreine in Kyoto. Er ist einer der Hauptschreine, er macht etwa ein Drittel aller Inari Schreine aus, in Bezug auf seine Wichtigkeit. Besonders rund um Neujahr zählt er die meisten Besucher aller Shinto Schreine. Nun bin ich einer von diesen. Schon weit vor dem eigentlichen Tori (Tor) des Schreins finden sich rechts und links der Straße zahlreiche Essensstände. Es sollen nicht die letzen bleiben auf meinem Weg in Richtung des Schreins. Besonders bekannt ist der Schrein für seine tausenden Toris (meist orangene geschwungene Tore) Sie bilden hunderte von Meter lange Gänge auf dem Gelände des Schreins.

Ich laufe eine ganze Weile über das weitläufige Gelände am Hang. Versuche einen Moment zu erwischen, in dem niemand vor mir durch die Alleen der Tori läuft, was mir auch das ein oder andere mal gelingt. Auf dem Rückweg den Hügel hinab in Richtung Stadt und Straßenbahn beginnt die Sonne schon unter zu gehen und verzaubert die ganze Anlage in ein tolles Licht.

Für mich geht es nun über das Stadtzentrum in Richtung Hotel. Ich habe noch etwas Zeit und entscheide mich spontan noch den Kyoto Tower zu besuchen. Es ist ein 131m hoher Aussichtsturm mitten in Kyoto. Auch von hier gibt es einen tollen klaren Blick über die, langsam in die Nacht eintauchende, Stadt.

Dann heißt es aber ab ins Hotel, ich habe ein Abendessensdate. Wir haben in einem Restaurant reserviert, das wir schon gestern auf unserem Weg in die „Fressgass“ entdeckt haben und gerne unser Weihnachts/Silvesteressen nachholen wollen. Leider werden unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt (ja, wir sind auch wirklich verwöhnt), aber dennoch genießen wir den gemeinsamen Abend in schönem Ambiente.

Jetzt heißt es aber ab ins Bett, denn morgen früh geht es weiter zu einem Tagesausflug nach Nara.

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