Japan Tag 7 – Tokio I
Wieder heißt es Koffer packen und ab in den Zug. Es geht von Osaka nach Tokio. 3h Zugfahrt. Mit jeder Zugfahrt gefällt mir das Zug fahren in Japan immer mehr. Alles klappt reibungslos, solange man pünktlich aus dem Bett/Hotel/am Bahnhof (an-)kommt. Warum auch immer, wird es heute etwas knapper. In Deutschland könnte man sich in so einer Situation auf die Verspätungen der DB verlassen und wäre am Ende wahrscheinlich perfekt da, hier nicht. Dennoch schaffen wir es noch pünktlich zum Zug.
Es ist was besonderes hier Zug zu fahren. Wir sind (fast) immer mit einem Kaffee und einigen Onigiri ausgestattet. Es gibt hier aber auch die „tradition“ der Bento Boxen, die gerne während des Zugfahrens gegessen werden. Ich schiele bei jeder Bahnfahrt auf diese, die es zu unzähligen in den Bahnhöfen zu kaufen gibt und werde bestimmt mal eine testen.
Wie erwartet erreichen wir Tokio auf die Minute pünktlich. Wir müssen uns noch etwas durch den öffentlichen Nahverkehr kämpfen, bevor wir unser Zimmer für die nächsten Nächte beziehen. Wobei Zimmer etwas untertrieben ist. Wir haben ein kleines Apartment gebucht, also inklusive Küche und Waschmaschine.
Wir beziehen unserer Apartment am frühen Nachmittag und machen uns dann direkt noch auf Tokio zu erkunden. Nachdem die ersten Tage ja durch Krankheit ausgefallen sind, freuen wir uns umso mehr jetzt ins Getümmel zu starten.
Zunächst starten wir unsere Erkundungstour in Roppongi. Die Nachtclub Szene, für die dieser Stadtteil bekannt ist, verpassen wir aufgrund der Tatsache, dass es erst früher Nachmittag ist. Dennoch entdecken wir unzählige hübsche kleine Boutiquen, Delikatessen Läden und Cafés. Den Höhepunkt bildet eine Zimtschnecken-Bäckerei, die man schon von Weitem riechen kann. Hier kann ich nicht widerstehen und es wird ein Nachtisch fürs Abendessen gekauft.
Weiter geht es für uns in Richtung der Takeshita Street. Diese ist eine etwa 350m lange Fußgängerzone beginnend an der Harajuku Station. Sie ist für ihre vielen bunten Leuchtreklamen, verrückte Geschäfte uns Essensstände bekannt. Insbesondere wird sie von jüngeren Japanern aufgesucht. Wir lassen uns von der Masse durch die Straße treiben, bestaunen die vielen Geschäfte und Stände mit unterschiedlichen v.a. süßen Leckereien. Wir kommen nicht drum rum, an einem der vielen „Crêpes“ Stände zu halten und eine der Kreationen zu testen. Schnell müssen wir aber feststellen, dass wir lieber bei der klassischen französischen Variante bleiben, die weniger viel Sahne und mehr Wärme beinhaltet, denn diese hier sind kalt!
Am anderen Ende kommen wir auf die Meiji Dori-Ave, hier finden sich viele Flagship Stores großer Marken, wie New Balance, Adidas u.v.m. Nach etwas Windowshopping machen wir uns auf den Weg zurück in unsere Unterkunft. Dort wartet noch eine Instant Suppe und Zimtschnecke auf uns.
Morgen geht es hier weiter.