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Japan Tag 3 – Hakone

Der Tag Pause gestern hat gut getan. Es geht uns etwas besser und wir setzen unsere Reise nach Plan fort. Es geht nach Hakone. Hakone liegt nur etwa eine halbe Stunde Zugfahrt von Tokio entfernt und liegt in einem vulkanisch aktivem Gebiet. Bekannt ist es für seine heißen Quellen und daran angeschlossene Onsen. Onsen sind traditionelle japanische Bäder. Wer es sich leisten kann, nimmt sich eine Unterkunft mit eigenem Onsen, ansonsten finden sich zahlreiche öffentliche Bäder aller Größen und Preisklassen.

Zunächst führt uns unser Weg mit dem Shinkansen nach Odawara, von wo aus wir mit dem Bus bis nach Hakone-Yumoto fahren, wo unser Hostel liegt. Wir kommen bereits zur Mittagszeit an und haben so die Gelegenheit den Tag noch zu Nutzen.

Wir erfahren, dass Hakone gerne als Tagesausflug oder Wochenendtrip der Einwohner von Tokio zur Erholung genutzt wird. Das erklärt auch die vielen japanischen Touristen hier.

Torii des Hakone Schreins mit Mount Fuji

Schnell online den Hakone Pass gekauft, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Ashi-See, einem 7km2 großen Kratersee. Wir haben schon aus dem Zug die Gelegenheit gehabt den Mount Fuji in seiner vollen Pracht, ohne Wolken, zu bestaunen und wollten die Gelegenheit nutzen, dies nun nochmal vom See aus zu tun. Wir haben viele Berichte gelesen, dass es anderen Reisenden während ihrer ganzen Zeit in Japan verwehrt geblieben ist, den Berg zu sehen, da er oft von Wolken umhüllt sei.

Mount Fuji vom Zug aus

Mit dem Bus geht es direkt vor dem Hostel los und nach 30 Minuten erreichen wir den Ashi-See. Zunächst wollen wir den Hakone Schrein besichtigen. Er hat ein großes Torii (Tor) das leuchtend orange im Wasser steht und mit zu den am meisten fotografierten Motiven in Japan zählt. Dort angekommen wird uns klar, dass wir nicht die einzigen waren, die an diesem Tag die Idee hatten das Torii zu besichtigen. Es gibt eine lange Schlange und jeder wartet geduldig, bis auch er an der Reihe ist ungestört Bilder vom Torii zu machen. Wir beschließen weiter zu ziehen und wollen vor Einbruch der Dunkelheit noch eine Bootstour über den See machen, um den Mount Fuji von hier aus zu bewundern.

Mount Fuji vom Boot aus

Im Hakone Pass sind beliebig viele Bootsfahrten enthalten, allerdings mit den Touri-Piraten Schiffen. Also werden auch wir heute zu Piraten und stechen in See.

Piratenschiff auf dem Ashi See

Nach unserer Tour tritt langsam die Dämmerung ein, wir checken den Busfahrplan und stellen fest, dass wir noch Zeit haben eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir zurück Richtung Hostel fahren. Viele der Cafés und Restaurants haben bereits geschlossen und der Ort wirkt zunehmender ausgestorben. Hier finden sich wohl hauptsächlich nur Tagestouristen. Einen kleinen Laden finden wir noch, der allerdings nur Fish und Chips und Fried Chicken und Chips anbietet. Also gibt es Fried Chicken und Chips für uns beide. Das Hähnchen ist der Hammer. Etwas frierend und müde machen wir uns auf den Weg zu einem der letzten Busse in Richtung Hostel an diesem Tag und müssen mit Schrecken feststellen, wir sind nicht die einzigen, die auf diesen Bus warten. Wie es sich gehört hat sich eine fein säuberliche Schlange gebildet. Aber diese Schlange ist lang. Nach einigen Minuten in der Kälte darf der Bus bestiegen werden. Nur ist dies ein kleiner, schmaler Bus. Die Straßen hier sind auch nicht für größere geeignet.

Ungefähr die Hälfte der Schlange schafft es in den Bus, dann ist er voll, fährt weg und wir stehen da. Verdutzt wie viele vor uns und fragen uns: Was nun? Es war schließlich der letzte in unsere Richtung. Es gibt noch eine zweite Schlange, für eine andere Linie. Wir reihen uns vorsichtshalber hier ein, um zur Not in diesen Bus zu kommen. Er fährt nicht direkt zur Unterkunft, aber immerhin in den selben Ort. Wir haben wenig Hoffnung den nächsten oder übernächsten dieser Busse zu bekommen, so lang ist die Schlange mittlerweile. Hinzu kommt, dass der Bus nur alle 30 Minuten fährt. Jetzt heißt es: warten, wärmen und hoffen. Nicht weit ist ein 7Eleven (ein kleiner Supermarkt, der rund um die Uhr offen hat) wir wechseln uns ab, uns dort aufzuwärmen und sehen den ersten Bus abfahren, ohne dass wir soweit nach vorne gerückt sind, dass wir Hoffnung auf den nächsten haben. Die ersten vor uns schnappen sich die vereinzelt vorbei fahrenden Taxen. Nach >1,5h warten schaffen dann auch wir es endlich einen der heiß begehrten Plätze im Bus zu ergattern und kommen später als gewünscht im Hotel an, wo wir uns noch eine Tütensuppe „kochen“ bevor wir platt in unsere Box fallen.

Chicken and Chips

Unser Hostel: Ein kleines Hostel in einem der Orte, die zusammen Hakone bilden. Die Schlafräume befinden sich im Nachbargebäude der Rezeption/Küche. Es ist klein und gemütlich. Die „Zimmer“ sind Boxen, die aus Holz gebaut wurden. Es befinden sich zwei übereinander und diese Zweierkombinationen sind in einem großen Raum verteilt. Wir haben die obere der beiden Boxen. Sie ist größer als erwartet, eine doppelt breite Matraze liegt darin und es gibt genug Stauraum unsere kleinen Rucksäcke und einige Klamotten zu lagern. Die Decke besteht aus abgehängtem Stoff, der eine kuschelige Atmosphäre schafft. Einziger Nachteil: die Pressspanplatten sind nicht isoliert, man hört, wenn die anderen Boxen geöffnet/geschlossen werden und eine Luftzirkulation findet nicht statt. Es wird schnell mockig. Wir würden trotzdem direkt wieder kommen.

Unsere Box im Hostel in Hakone

Wie es für uns in Japan weiter geht erfährst du hier

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