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Australien Tag 3 – Sydney nach Brisbane

Unser Tag startet wieder mit dem Hostel Frühstück. Heute etwas ruhiger, wir sind auch früher dran. Heute steht unsere erste längere Etappe an. Gezwungenermaßen müssen wir unsere Tour mit einem normalen Mietwagen starten. Wir fahren von Sydney nach Brisbane, um dort morgen unseren Camper abzuholen. Das war die einzige Option, wie wir noch einen Camper bekommen konnten. Da wir unsere Tour eh im Norden starten wollten, ist das die zweitbeste Option, neben der unser Auto direkt im Norden abzuholen.

Wir haben einen Sixt Mietwagen. Wieder vom Flughafen. Das ist die einzige Station, die Sonntags offen hat. Ärgerlich, da direkt gegenüber vom Hostel eine Sixt Station ist.

Also geht es dieses mal mit dem Uber zum Flughafen, um dort nach kurzer Zeit unseren Mietwagen entgegen zu nehmen und in Richtung Brisbane zu starten. Es erwarten uns etwa 900km und ca 9,5h Fahrt. Wir haben nichts anderes vor, also gehen wir die Sache gemütlich an.

Die einzige Frage, der wir heute noch nachkommen müssen ist: Wo schlafen wir. Wir haben bisher keine Unterkunft, da wir uns schwer tun, viel Geld für eine schlechte Unterkunft auszugeben, nur um da ein paar Stunden zu schlafen. Es wird spät werden bis wir ankommen. Da reicht ein Bett.

Wir entscheiden uns dazu, direkt mal in das Budget Reisen einzusteigen und stoppen kurz vor Brisbane an einem kostenlosen Campingplatz. Im Endeffekt ist es ein Parkplatz an einem Park mit öffentlichen Toiletten. Andere Camper haben in unserer Campingplatz App empfohlen, dass nahegelegenen Einkaufszentrum aufzusuchen, um die Toiletten dort zu benutzen, da die öffentlichen Toiletten so sind, wie man die öffentlichen Toiletten bei uns kennt. DRECKIG!

Bis wir ankommen hat aber das Einkaufszentrum geschlossen, lediglich ein Burger King, oder wie es hier heißt „Hungry Jack‘s“ hat noch auf. Also dort den Hunger gestillt und die Toiletten genutzt, bevor wir es uns auf unseren Sitzen im Mietwagen gemütlich machen, oder versuchen es uns gemütlich zu machen. Es wird die bisher ungemütlichste Nacht unserer Reise. Aber einmal kann man das schon machen, vielleicht gewöhnt man sich auch mit der Zeit dran, aber das müssen wir hoffentlich nicht allzu oft testen.

Nach einer kurzen und unbequemen Nacht, geht es am nächsten Morgen nach Brisbane, um dort das Auto zurück zu geben und unseren Camper entgegen zu nehmen.

Ich versuche euch mal unseren Camper zu beschreiben:

Er basiert auf einem Toyota Hiace. Einem kleinen Kasten/Lieferwagen, wie wir ihn häufig in Japan gesehen haben. Das Dach ist nach oben nochmal deutlich durch einen Aufbau erweitert. Platz ist vorne für 3 Personen, wobei der mittlere Sitze bei uns umgeklappt ist und als Ablage dient. Hinten findet sich eine „Küchenzeile“, bestehend aus einem Spülbecken mit 50l Wassertank und Abfluss direkt durch den Boden auf die Straße, einem geräumigen Schrank mit Küchenutensilien, einer Mikrowelle (die nur funktioniert, wenn das Auto an die externe Stromversorgung angeschlossen ist) einem 2 Platten Gasherd und einem Kühlschrank, der etwas größer ist als eine Minibar.

Des Weiteren findet sich ein großer Stauraum über dem Fahrerhaus. Eine Sitzecke bestehend aus zwei Bänken und einem Tisch kann zu einer Liegefläche umgebaut werden. Darüber findet sich nochmal ein Stauraum/weitere Liegefläche. Wir entscheiden uns die Sitzgelegenheit als Bett zu nutzen und die obere Liegefläche als Ablage für unsere Rucksäcke zu nutzen. Die Sitzbänke bieten auch noch jede Menge Stauraum, mehr als wir nutzen werden. Unser Bett ist geräumig. Geräumiger als das Dachzelt in Afrika, die Matratze nicht wahnsinnig Dick, aber ausreichend. Die Küchenausstattung schein komplett neu zu sein.

Am ersten Tag im Camper machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Norden. Ziel: Soweit wir kommen.

Wir landen schlussendlich wieder auf einem kostenlosen „Campingplatz“, dieses mal ist es aber die Rückseite einer großen Tankstelle an der Autobahn. Hier finden sich viele Camper/Trucks, die auf der Durchreise einen kurzen Stopp einlegen. Leider sind wir zu spät. Die Toiletten sind wieder geschlossen. Abends muss die Natur her halten, am nächsten Morgen sind sie dann offen und auch die minimalistischen Duschen sind geöffnet und es gibt eine warme Dusche für 5 Dollar, da das Wasser nur 10 Minuten laufen wird und wir keine 10 Dollar für zwei Duschen zahlen möchten, springe ich, zuerst in rasender Geschwindigkeit unter das laufende Wasser, sodass Ann-Kathrin noch ein paar Minuten länger hat.

Die Fahrt geht weiter Richtung Norden….so weit Richtung Daintree Rainforest, wie möglich.

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