Great Barrier Reef
Heute steht ein Highlight unseres Australien-Aufenthalts und ein Punkt meiner Bucket-List an. Wir schnorcheln am Great Barrier Reef. Wie ihr hier lesen könnt haben wir gestern eine ganztägige Schnorcheltour gebucht. Unser Tag startet früh. Wir müssen bereits gegen 7Uhr am check-in sein, bevor es dann um 7:30Uhr los gehen soll. Davor warten noch mindestens 30 Minuten Fahrt plus Parkplatzsuche und Fußweg vor uns.
Wir haben uns für ein Boot von Silverseries entschieden. Es ist relativ neu, fährt mehrere Riffs am äußeren Riff an und soll ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Tatsächlich ist es ein großer Katamaran, welcher aber nicht voll besetzt zu sein scheint. Ob das daran liegt, dass nicht alle Plätze vergeben werden, oder an dem schlechten Wetter die letzten Tage und deshalb fehlenden Besuchern, können wir nicht sagen. Nach dem Boarding gibt es erstmal einen Kaffee und Muffins. Es folgt eine kleine Einweisung und uns wird schonmal unser Schnorchelequipment zugeteilt.
Ab aufs Boot
Wir werden mit einer Taucherbrille und Schnorchel, Flossen und einem Stinger Suit ausgestattet. Die Taucherbrillen gibt es auf Wunsch mit Stärke. Sehr praktisch, da sich die Kontaktlinsen und das Salzwasser nicht gut vertragen. Die Stinger Suits sollen uns vor möglichen Quallenbissen schützen. Sie sehen aus wie labberige Neoprenanzüge, sind aber deutlich dünner und flexibler. Sie bedecken fast die gesamte freie Haut, inklusive einer „Mütze“ und Handschuhen. Gerade im Sommer finden sich wohl relativ viele Quallen in den Gewässern rund um das Riff.
Nach etwa 1,5h Fahrt erreichen wir das erste Riff. Das Meer ist nach dem schlechten Wetter der letzten Tage noch sehr aufgewühlt, weshalb wir eine etwas unruhige Fahrt hatten und auch am Riff deutlicher Wellengang herrscht. Deshalb legen wir zunächst an einer Art Plattform oberhalb des Riffs an. Hier starten wohl größere Schnorchel/Tauchtouren. Es gibt sehr viele Sitzplätze, Möglichkeiten Druckluftflaschen zu befüllen, eine Unterwasser Gallerie, Duschen, Toiletten etc. Wir sind allerdings das einzige Boot und auch sonst befindet sich niemand auf dieser Plattform. Wir nutzen sie lediglich um trotz des Seegangs einfach ins Wasser zu kommen.
Leider besitzen wir keine GoPro, was wir (vor allem ich) immer wieder bedauern. Sie wäre der Perfekte Begleiter bei allem, wo Wasser oder rauere Bedingungen auf uns zu kommen. So müssen die Plastikhüllen her halten, die wir für unsere Handys besorgt haben. Sie sehen etwas aus, wie dickere Gefrierbeutel und besitzen einen richtigen Verschluss. Sie sorgen dafür, dass die Handys trocken bleiben, wobei man den Touchscreen des Handys im Wasser nicht bedienen kann.
Ab ins warme Nass
Nach einer kurzen Einweisung, in welchen Bereichen wir schnorcheln dürfen und wo man tendenziell am meisten sieht, geht es ab ins warme Nass.
Was soll ich sagen? Eine Wahnsinnig tolle Unterwasserwelt! Etwas weniger bunt (vor allem rot) als erwartet, aber so viele Unterschiedliche Korallen, Fische und sonstiges Meeresgetier. Aber seht selbst
Nach etwa 1,5h Schnorcheln, die wir auch durchgehend im Wasser verbracht haben, geht es weiter zum nächsten Riff. Unterwegs wird das Essen zubereitet/aufgewärmt und sobald wir ankommen werden wir Schnorchler mit Essen versorgt, wären die Taucher ihren ersten Tauchgang absolvieren, danach wird „getauscht“. Es gibt ein großes Büffet mit allerlei warmen und kalten Gerichten. Für uns eine erfreuliche Abwechslung, wir können mal wieder einen Salat essen und auch was anderes als Reis und Nudeln wird angeboten. Danach aber schnell ins Wasser.
Nach dem Essen bleibt leider nicht mehr so viel Zeit, bevor es dann nochmal zu einem dritten Spot geht. Dieser liegt nur wenige Minuten Fahrzeit entfernt. Auch hier verbringen wir wieder die komplette Zeit im Wasser, wobei wir leider mit der Technik und unscharfen Bildern und einer undichten Hülle zu kämpfen haben. -So eine GoPro wäre schon was feines-
Leider geht auch dieser Tauchgang viel zu schnell vorbei und ruck-zuck sitzen wir wieder im Boot auf dem Rückweg in Richtung Cairns. Es wird nochmal Kaffee, Obst und Kuchen angeboten. Erst jetzt merken wir, wie geschafft wir nach dem Tag im Wasser sind.
Das Meer wird unterwegs wieder rauer und es setzt auch noch ein zum Teil heftiger Regen ein. Dieser begleitet uns dann auch noch den ganzen verbleibenden Tag, sodass wir komplett durchnässt im Auto ankommen und auch an unserem altbekannten Campingspot in Trinity Beach bleibt er uns erhalten.
Wir haben schon die ganzen letzten Tage ein hübsches Café/Restaurant direkt an der Promenade im Auge gehabt, das wir nun heute auf einen Kaffee aufsuchen. Es stellt sich heraus, dass zumindest abends, es ein Restaurant und weniger ein Café ist. Dennoch bekommen wir einen Iced Latte und einen Chai-Tea, während wir etwas neidisch das Essen bestaunen, das aus der Küche getragen wird. Wir bleiben stark und kochen uns was leckeres in unserem Van, bevor wir müde und geschafft ins Bett fallen.
Morgen erwartet uns ein Wasserfall und ein gemütlicher Campingspot!