Australien

Die ersten Tage 2 Tage Australien

Endlich in Australien!

Und was erwartet uns: REGEN! Wir haben noch in Japan darüber gesprochen, dass wir seit unserem Reisebeginn nie Sorgen um das Wetter haben mussten. Einmal hat es in Afrika ordentlich geschüttet, ansonsten hatten wir bis auf Kälte kein Ärger mit dem Wetter. Und jetzt kommen wir in das Sonnenland Australien und es regnet. Nicht schlimm denken wir, es ist schon relativ spät und bis wir im Hostel ankommen ist schon fast Schlafenszeit.

Wir landen am frühen Abend in Australien nach einem Tagflug. Unser erster Tagflug und bestimmt nicht ideal, aber es war nunmal der günstigste, da nimmt man einen Tag im Flieger in Kauf. Die Einreise in Australien gestaltet sich relativ problemlos. Bis auf diese Kleinigkeit mit den Gewürzen, die wir seit Afrika mit uns rumtragen (nur im großen Rucksack, den wir nicht beim Trekking dabei hatten). Wir hätten sie einfach in Afrika lassen sollen, aber dachten wir brauchen sie eh wieder und neu kaufen ist irgendwie auch doof, wenn sie noch ganz voll sind. Schon im Flieger und später am Flughafen wird man mehrmals darauf hingewiesen auf keinen Fall Nahrungsmittel (inkl. Gewürze) nicht ohne Anmeldung einzuführen. Das Gepäck werde durchleuchtet etc. Also schön brav angemeldet und natürlich mussten wir mehrere Kontrollen durchlaufen bis uns schließlich alles gelassen wurde, nur der Pfeffer wurde uns abgenommen. Darin finden sich wohl häufig Schädlinge.

Auch das bringen wir hinter uns, sichern uns noch ein paar SIM-Karten und auf gehts Richtung Hostel. Im Vorfeld haben wir eine Nachricht vom Hostel bekommen, wie man sie am besten erreicht: Öffis: Dauert lange und ist relativ teuer, Uber oder Taxi, wobei Uber und Taxi ähnlich viel kosten sollen. Da die Uber Preise zum Zeitpunkt der Abfahrt hoch sind, entscheiden wir uns für ein Taxi (vom offiziellen Taxi-Stand aus). Wir denken, dass das nicht unwesentlich mehr als Uber kosten würde. Tja, da haben wir uns getäuscht. Ganze 90 Dollar wurden für die 15 minütige Fahrt am Taxameter angezeigt. Uber wollte 50 von uns, was schon mehr war, als die 35, die das Hostel in seiner Email nannte. Es war aber ein offizielles Taxi, mit laufendem Taxameter, also bleibt uns nichts anderes übrig als zu bezahlen. Dennoch lassen wir das nun von der zuständigen Stelle überprüfen. Haben aber nur wenig Hoffnung, noch etwas von dem Geld wieder zu sehen.

Das Hostel liegt super. Direkt im Zentrum von Sydney. Wenige Gehminuten vom Hafen und der Oper entfernt. Aber es ist groß. Eigentlich ist es rießig. Ein wunderschönes Gebäude, scheinbar neu renoviert. Wir kommen rein und rechts und links des Eingangs finden sich ein großer „Speisesaal“ und das Fernsehzimmer. Beides komplett voll mit Menschen, lautes Gewusel. Wir waren schon in ein paar Hostels, aber so war keines von denen. Wir haben zwei Betten im 10er Schlafsaal ergattern können. Mehr gab es nicht und mehr war auch nicht im Budget. Die Dimensionen des Hostels werden uns auf dem Weg ins Zimmer bewusst. Alleine auf unserem Stock finden sich bestimmt 10 Zimmer. Vermutlich auch 10er Schlafsääle und es gibt insgesamt 5 Stockwerke. Alles ist top organisiert. Es gibt eine App, über die man die Türen öffnen kann und beim Auschecken auch wieder die Berechtigung zum Tür öffnen verliert. Wahrscheinlich auch die prakitkabelste Option bei der Anzahl von Gästen.

Ich habe mir das deutlich schlimmer vorgestellt mit so vielen anderen ein Zimmer zu teilen, insbesondere wenn es um die unterschiedlichen Schlafenszeiten und Aufwachzeiten geht. Wir haben kaum was von den andern gehört. Nur die Luftqualität war durchweg schlecht.

Am nächsten Morgen bekommen wir kostenloses Frühstück im Hostel, bestehend aus zwei Scheiben Toast mit Butter, Marmelade oder Nutella und einer Schale Müsli pro Person. Besser als nichts! Gestärkt starten wir aber dennoch langsam in den Tag. Es regnet! Schon wieder! Im Sonnenland Australien! Nicht schlimm, es gibt noch viel Wäsche zu waschen. Damit sind wir dann auch ein paar Stunden beschäftigt, bis sich das Wetter beruhigt hat und wir starten unsere Sightseeing-Tour durch Sydney.

Sydney-Oper

Zu Fuß geht es in die Innenstadt. Dort schlendern wir durch die Fußgängerzone in Richtung Hafen. Im Hafen liegt die Queen Elizabeth vor Anker bzw. am Kai. Hinter ihr die Sydney Harbour Bridge, ihr gegenüber die Oper. Ein toller Anblick. Ein großes Schiff. Mit Sicherheit weit von den Ozeanriesen entfernt, die es sonst noch gibt, aber in diesem „kleinen“ Hafen, quasi direkt in der Stadt und dann passt sie wohl auch gerade noch unter der Brücke durch. Das ist schon beeindruckend. Wir schlendern am riesigen Boot entlang in Richtung Brücke.

Je näher wir der Brücke kommen, desto freier wird der Blick auf das Wahrzeichen Sydneys auf der anderen Seite des Hafens: Die Oper. Nahezu am Fuße der Brücke haben wir dann einen tollen Blick auf die Brücke, die von großen Gruppen von Menschen bestiegen wird. Ja man kann sie besteigen. Für knappe 250€ p.P. Geht es in 3h den Bogen hinauf und auch zu Fuß wieder hinunter. Bestimmt ein toller Blick auf Sydney, den Hafen und die Oper. Uns reicht der Blick von unten. Natürlich müssen die Touri-Bilder sein, bevor wir am Hafenbecken entlang zur Oper schlendern. Dort finden sich viele Restaurants, Essensstände, Bars und Cafés. Einem werden wir auch später einen Besuch abstatten.

Sydney- Harbour Bridge

Wir kommen der Oper näher und irgendwie habe ich sie mir anders vorgestellt. Ich weiß nicht warum, aber ich habe sie weißer, moderner, irgendwie imposanter erwartet. Sie ist nicht weiß, eher eierschalenfarben. Sie feiert dieses Jahr ihr 50 Jähriges Bestehen. Diese 50 Jahre sieht man ihr auch an. Die Einrichtung, die Gestaltung der Restaurants und Bars im Foyer sind in dieser Zeit hängen geblieben. Dennoch ein beeindruckendes Gebäude, super schön gelegen und toll hier sein zu können und es in echt zu sehen, nachdem man es von unzähligen Bildern kennt. Kurzfristig waren keine Karten für <200€ zu bekommen. Vielleicht findet sich bei unserer Rückkehr nach Sydney noch eine Gelegenheit die Oper von Innen zu bestaunen und einer Vorstellung beizuwohnen. Am Fuße der Oper finden sich direkt an der Kaimauer mehrere Restaurants/Bars, die Tische im Inneren sind überdacht, außen frei und es gibt Sitzgelegenheiten direkt am Wasser. Hier kommen wir nicht vorbei ohne auch etwas zu trinken und den Ausblick und die Vibes zu genießen. Unterbrochen werden wir dann aber vom Wetter. Nachdem ein kurzer Regenschauer innerhalb von 1-2 Minuten wieder endete, kommt ein zweiter, der uns dann schlussendlich dazu bringt, den Heimweg anzutreten. Wenigstens können wir unsere Regenjacken nutzen, die wir seit Monaten mit uns rumtragen aber noch nicht gebraucht haben.

Zurück im Hostel wird die restliche Wäsche versorgt und wieder gepackt, da es am nächsten Morgen „früh“ weiter geht. Wir haben einen Mietwagen gebucht, mit dem wir nach Brisbane fahren, um dann dort unseren Camper entgegen zu nehmen. Anders war leider keiner mehr Verfügbar.

Hier kannst du direkt lesen, wie es in Australien für uns weiter geht.

One Comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner